Blog

01.02.2023 Sandra Hautke


Pro- und Präbiotika
Hast du schon einmal gehört, aber was ist das genau? Und warum spielen diese in der
Hunde- und Katzengesundheit auch eine große Rolle?
Wusstest du, dass 70 % aller Immunzellen im Darm angesiedelt sind?
Daher achten wir bei unseren Hunden und Katzen darauf, dass die Darmbakterien im Gleichgewicht sind.
Wie das geht? Hier einfach für dich erklärt:

Probiotika sind lebende Bakterien. Unser Darm, und auch der unserer Tiere, sind im günstigen Fall damit
gut bestückt. Sie bilden die Armee, um schädliche Keime abzutöten. Ja, stell dir vor, da stehen 1000 wohlwollende
Soldaten links und 100 böse Krieger rechts. Prima, alles richtig gemacht. Die Minderheit wird sich bedeckt halten.
Unsere guten Soldaten haben aber Hunger. Wir sollten sie gut füttern, damit sie uns nicht verloren gehen. Dies
machen wir mit Präbiotika. Das sind Kohlenhydrate, die als Ballaststoffe nicht verdaut werden. Somit die Nahrung
unserer hungrigen Soldaten.
Natürliche Präbiotika sind z.B. in Chicorée, Topinambur, Pastinake, Schwarzwurzeln und Flohsamen enthalten. Oder 
auch in fermentierten Gemüse, z.B. Sauerkraut. Enthält das Futter für dein Tier diese Lebensmittel? Prima. Ansonsten freut
sich dein Vierbeiner sicherlich über einen Kleks Joghurt (laktosefrei) oder Kefir als Zugabe in den Napf.
Wurde dein Hund oder deine Katze mit Antibiotika behandelt oder hat eine Entwurmung erhalten? Dann musst du
leider davon ausgehen, dass die gute Armee erheblich geschrumpft ist und du solltest diese aufrüsten.
Du kannst die Probiotika über deinem Tierarzt oder im Fachhandel erwerben (es gibt einige Anbieter,
die sich auf Nahrungsergänzungen spezialisiert haben, z.B. Napfcheck sivomixx oder Pahema Bio Degest [kostenlose
Werbung/keine Werbung, nur Beispiele]). Achtung, die Dosierungen sind für eine Kur nach einer Erkrankung bzw. nach einer medikamentösen Behandlung  gedacht. Möchtest du lediglich die Darmflora unterstützen, benötigst du weit weniger.
Ich gebe unserem Balou 1-2 x in der Woche je eine Kapsel (Inhalt 0,3 g) mit 12 Milliarden KbE*), das ist nach den gängigen
Empfehlungen (1-2 Milliarden/ g Produkt) absolut ausreichend.


*) KbE = koloniebildende Einheit

Eigener Text, Recherche der Fakten von div. Internetseiten, keine Textkopien. Eine Vervielfältigung, auch nur Auszüge, bedürfen meiner Zustimmung.
Du möchtest etwas anmerken? Dann schreibe mir gerne eine E-Mail an: EBSandraHautke@vier-beiner.de
Impressum: klicke hier
Foto: kostenlos von pixabay: Rachel C

----------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------


24.01.2023 Sandra Hautke

Stoffwechsel – Wachsen, Austauschen, Reparieren
Ganz ehrlich, unter uns, wer beschäftigt sich regelmäßig mit den Aufgaben, die unser Körper zu bewältigen hat?
So lange alles „rund“ läuft, ist es nicht wirklich ein Thema, oder?
So auch bei unseren Hunden. Aber manchmal muss man genauer hinschauen.
Damit du verstehst, was da vonstattengeht, versuche ich es dir verständlich, ohne viel Fachgeschwafel, zu erklären.
Im Grunde umfasst der Stoffwechsel alle Vorgänge, die mit der chemischen Umsetzung von Stoffen im Körper zusammenhängen.
Ja, auch die Umwandlung von natürlichen Stoffen ist ein biochemischer Prozess, der in allen Zellen abläuft.
Oft denkt man beim Stoffwechsel nur an die Verdauung. Dies ist allerdings nur ein kleiner Teil, eigentlich die Vorstufe des Stoffwechsels.
Dabei werden die Nährstoffe aus der Nahrung verwertbar gemacht, also aufgespalten und zerkleinert.
• Kohlenhydrate werden zu Einfachzuckern
• Eiweiße zu Aminosäuren
• Fette zu Fettsäuren
mit Hilfe von Enzymen zerlegt und durch den Blutkreislauf zu den jeweiligen Zellen transportiert.
Enzyme steuern und beschleunigen Stoffwechselvorgänge und sind unerlässlich.
Aber auch Hormone sind für einen gut funktionierenden Stoffwechsel wichtig. Als Botenstoffe, die in der Hirnanhangdrüse,
Schilddrüse, Bauchspeicheldrüse und Nebenniere gebildet werden, regeln diese auch die Anpassung des Stoffwechsels.
Bei Temperaturveränderung wird mir oft berichtet, dass der Hund im Winter hungriger ist, im Sommer eher weniger fressen mag.
Ich kann das nicht bestätigen, denn ich habe einen ganzjährig verfressenen Labrador-Mix *lach*. Aber es wird so sein, denn der
Grundumsatz an Energiezufuhr, damit meinen wir die Kalorien, die täglich gefüttert werden, variiert nicht nur nach Alter und Größe,
sondern wie wir wissen, auch anhand des Bewegungslevels. Im Urlaub, wenn der Hund viel am Strand tobt, in den Bergen läuft oder
aber auch beim Hundesport, kommt der Fettstoffwechsel ganz schön in „Bewegung“, er muss mehr arbeiten bzw. verbrennt mehr.
Hat er dagegen eine Verletzung und muss sich schonen, sollte man den Grundumsatz an Energie auf jeden Fall drosseln.


Der Text ist von mir, Quelle der Fakten: viactiv Ausgabe Herbst 2022. Eine Vervielfältigung, auch nur Auszüge, bedürfen meiner Zustimmung.
Du möchtest etwas anmerken? Dann schreibe mir gerne eine E-Mail an: EBSandraHautke@vier-beiner.de
Impressum: klicke hier
Foto: kostenlos von pixabay: OpenClipart-Vectors
-------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------


 

12.01.2023 Sandra Hautke

Natürliche Ergänzungen – geht das?
In meinem letzten Blogartikel habe ich versprochen, dass ich dir das nächste Mal etwas über natürliche Ergänzungen erzähle. Dafür habe ich mir mal drei Nassfutter Dosen und eine BARF Mahlzeit „durchgerechnet“. Also die Zutaten in einen Nährwertrechner eingegeben und die Resultate mit den Bedarfswerten nach NRC verglichen. Du erinnerst dich? Das ist die Studie, die sagt, wie viel Makro- und Mikronährstoffe ein Hund am Tag benötigt.
Vorweg,  nicht ergänzte Nassfutter oder Trockenfutter, aber auch eine Rohfütterung, kommen nicht an alle Bedarfswerte zu 100 % heran! Das hat mich jedoch nicht wirklich überrascht ;-).
Wenn du alle Mineralien und Vitamine nach NRC füttern möchtest, dann greife zu einem Futter, welches synthetisch ergänzt wurde, lege dich entspannt zurück und denke nicht darüber nach, ob das ein Hund braucht oder ob das gesund sein mag. Vertraue den Herstellern. Dass sie den großen Pott mit mehreren hundert Kilogramm Lebensmitteln und entsprechend großen Mengen dieser Mikronährstoffen (Mikro heißt klein und wir assoziieren es auch mit winzig, wenig) auch ordentlich durchmischen. Und frage dich nicht, warum sie immer die gleichen Mischungen verwenden (zu erkennen an den Worten Mineralstoffmix oder auch Pre-Mix), obwohl die natürlichen Werte an Mineralien und Vitamine in den verwendeten Lebensmitteln, je nach Fleischsorte, unterschiedlich hoch sind. So enthält 100 g Rindfleisch ca. 3731 mcg Zink, 100 g Huhn dagegen nur ca. 1040 mcg (Quelle: naehrwertrechner.de).  Hirse, Haferflocken und Reis liefern z.B. eine ordentliche Menge an Mangan, welches in z.B. einer Kartoffel viel weniger enthalten ist.
Aber das soll ja heute gar nicht das Thema sein…
Bei meinen Vergleichen - dies ist keine repräsentative Studie, da ich lediglich drei Sorten + eine BARF Mahlzeit berechnet habe - konnte ich feststellen, dass dabei sehr viele Nährstoffe,  ziemlich nah an den Bedarfszahlen,  in den verwendeten Lebensmitteln bereits enthalten sind.
So erreichen diese bei den B-Vitaminen, trotz Verluste durch den Herstellungsvorgang bei Fertignahrung, wider Erwarten gute Ergebnisse. Da B-Vitamine jedoch wasserlöslich sind, also ein Überschuss ausgeschieden wird, darf man diese ohne Bedenken ergänzen. Eine natürliche Form wäre hier
• Bierhefe
• Buchweizensamen
• Gemahlene Nüsse
Vitamin D – welches fettlöslich ist, ein Überschuss vermieden werden soll,  findet man in kleinen Mengen in Leber. Da beim BARF weit weniger davon verwendet wird, als in mancher Nassfutterdose oder im Trockenfutter, wird empfohlen, dass man dieses  i.d.R. ergänzt. Forelle, Sprotten, Aal sind gute Lieferanten und in 100 g sind ca. 18-20 mcg Vitamin D enthalten. Damit würde man den Bedarf eines 35 kg Hundes für drei Tage abdecken.  Bei 200 g schon 6 Tage. Achtung, andere Fischsorten enthalten weit weniger, bis kaum Vitamin D. Für mich eine gute, natürliche Ergänzung ist
• Dorschlebertran
Jod – liefert der Seelachs mit rund 200 mcg pro 100 g in guten Mengen. 1 x in der Woche gefüttert, hat man schon eine gute Menge in den Mahlzeiten. Den fehlenden Rest kann man mit
• Ascophyllum Nodosum (Seealgenmehl, anderer Begriff Knotentang)
ergänzen.  Viele Hersteller  die auf synthetische Zusätze verzichten, fügen dies bereits zu. Achtung, Jod sollte man nicht überdosieren und Hunde, die aufgrund einer Schilddrüsenerkrankung Tabletten vom Tierarzt bekommen, bitte die Dosierung mit diesem absprechen.
Calcium – sind keine Knochenanteile (Hühnerhälse, Brustbein, Karkasse) in eurem Nass- oder Trockenfutter enthalten, wird der Hersteller mit ziemlicher Sicherheit den fehlenden Teil mit
• Eierschalenpulver
• Algenkalk
ergänzen. Das machen wir auch bei den gekochten Mahlzeiten. Beim BARFen verwendet man, sofern es der Hund gut verträgt, Rohfleischknochen. Sollte das nicht gewollt sein, bietet sich hier
• Fleischknochenmehl
als gute Ergänzung an.
Die Mangan Gabe kann man wunderbar mit nur 1 g Nüsse (ca. 1900 mcg in Mandeln) anheben.  Aber auch
• Haferflocken
• Rote Rüben
• Brokkoli
welche in keinen der von mir errechneten Sorten enthalten war, liefern gute Mengen. 1 g Nüsse enthalten auch ca. 800 mcg Kupfer.

Mein Fazit: Warum künstlich, wenn es auch natürlich geht?
Dies ist lediglich meine Meinung, die ich in diesem Blogartikel wiedergebe, die Texte sind von mir, Quellen sind zitiert. Eine Vervielfältigung, auch nur Auszüge, bedürfen meiner Zustimmung.
Du bist anderer Meinung? Dann schreibe mir gerne eine E-Mail an: EBSandraHautke@vier-beiner.de
Impressum: klicke hier, Foto: kostenlos von Valaria auf pixabay

--------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------

23.11.2022 Sandra Hautke

Das ist aber nicht bedarfsdeckend…
… ich weiß nicht, wie oft ich diesen Satz schon von Hundebesitzern gehört habe.

Aber wer gibt denn überhaupt den Bedarf an Nährstoffen eines Hundes oder Katze vor?

Es wird immer auf NRC (National Research Council) verwiesen, die eine wissenschaftliche Studie über eben die Bedarfswerte unserer Vierbeiner erstellt haben. Die erste Ausgabe erschien 1986, 2006 wurde diese überarbeitet, also vor 16 Jahren. Die Futtermittelindustrie berechnet meist nach FEDIAF (Verband der europäischen Tierfutterindustrie).

So, jetzt haben wir Zahlen aus Tabellen und berechnen daraus, was braucht der Hund oder die Katze. Vergleichen damit, was wir füttern und wie viel der Nährstoffe in natürlicher Form in den verwendeten Lebensmitteln bereits enthalten sind. Mal ganz davon abgesehen, dass das ziemlich viele Zahlen sind, stellen diese auch nur Durchschnittswerte dar. Futtermittelhersteller, die sich damit beschäftigt haben, weisen gerne darauf hin, dass Nährstoffe natürlichen Schwankungen unterliegen. Wie kann man das verstehen? Ganz einfach, nicht jedes Schnitzel (mager, frisch gegart) hat z.B. genau 31 g Eiweiß (Quelle: naerwertrechner.de) auf 100 g, aber man hat von X analysierten Fleischstückchen ermittelt, dass im Durchschnitt dieser Wert enthalten ist.

Und dann kommt noch die Bioverfügbarkeit ins Spiel. Das hat nichts mit BIO Lebensmitteln zu tun. Genau bedeutet es: „Die Bioverfügbarkeit ist eine pharmakologische Messgröße für den Anteil eines Wirkstoffes, der unverändert im Blutkreislauf zur Verfügung steht. Sie gibt an, wie schnell und in welchem Umfang der Stoff aufgenommen wird und unverändert am Wirkort zur Verfügung steht.“ Quelle: Wikipedia.org

Und jetzt wird es spannend. Denn NRC oder FEDIAF sind Studien über Fertigfuttermittel. Und wenn man sich an diesen Zahlen orientiert, wird man feststellen, dass der Bedarf oft nicht mit natürlichen Rohstoffen erreicht werden kann, zumindest gemäß den Nährstofftabellen für Lebensmittel. Zink ist hierfür sehr gerne ein angeführtes Beispiel. Nadine Wolf erklärt das wunderbar in einem ihrer Beiträge, lies es doch gerne mal nach: https://www.der-barf-blog.de/2017/05/barf-zink.html

Zusammengefasst habe ich mich in dem Artikel bestätigt gefühlt – laut NRC würde dem Hund 53 % Zink in der Mahlzeit fehlen, gehen wir von einer höheren Bioverfügbarkeit aus, z.B. bei einer BARF Mahlzeit mit bekanntlich eher mehr Fleisch und weniger Kohlehydraten, wären wir jedoch im grünen Bereich. Genaue Studien darüber gibt es leider nicht. Zudem, Bedarfszahlen errechnen wir nach dem metabolischen Gewicht des Hundes (Gewicht ^ 0,75)  und der Katze (Gewicht ^ 0,67). Aber nicht jeder Hund und jede Katze bekommen exakt auch die gleiche Futtermenge in den Napf.

Mein Fazit: kein Mensch, okay, kein ist so absolut, also kaum ein Mensch, rechnet die Nährstoffe in seinen Mahlzeiten so akribisch aus, bei unseren Tieren sollen wir das aber machen? Nicht falsch verstehen, die essentiellen Nährstoffe müssen in einer Mahlzeit enthalten sein. Füttere ich z.B. keine Knochen bei der Rohfütterung oder bei gekochten Mahlzeiten, sind diese weder im Trockenfutter noch in der Nassfutterdose enthalten, so muss ich (oder im Falle eines Fertigfutters - der Hersteller) zwingend den fehlenden Calciumgehalt ergänzen. Auch Jod sollte dem Hund zur Verfügung stehen, Vitamin D wird u.a. zur Aufnahme von Calcium benötigt.
Und um beim Beispiel Zink zu bleiben, wie viel hast du davon heute in deinem Essen gehabt? Kleiner Tipp: dunkles Fleisch enthält mehr Zink als Geflügel.
Wie man Mineralien und Vitamine in natürlicher Form ergänzen kann, erzähle ich dir gerne in meinem nächsten Blog-Artikel.

Dies ist lediglich meine Meinung, die ich in diesem Blogartikel wiedergebe, die Texte sind von mir, Quellen sind zitiert. Eine Vervielfältigung, auch nur Auszüge, bedürfen meiner Zustimmung.
Du bist anderer Meinung? Dann schreibe mir gerne eine E-Mail an: EBSandraHautke@vier-beiner.de

Impressum: klicke hier


E-Mail
Anruf
Instagram